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Nachtspeicheröfen

Ältere Nachtspeicheröfen – vor allem jene, die vor 1977 hergestellt wurden – enthalten oft asbesthaltige Bauteile. Die Geräte stellen dadurch ein ständiges Gefährdungspotential dar. In den meisten dieser Geräte befindet sich das gesundheitsgefährdende Material in der Wärmedämmung des Speicherkernunterbaues. Bei einigen Fabrikaten sind auch die Platten seitlich und oberhalb des Speicherkerns asbesthaltig.

Vom Wundermittel zur Gesundheitsgefährdung

Asbest wurde lange als „Wundermaterial“ gepriesen, da es nicht brennt (griechisch: asbestos = unauslöschbar), hitzebeständig sowie chemisch stabil ist und über eine hohe elektrische und thermische Isolierfähigkeit verfügt. Erst in den 1960er- und 1970er-Jahren wurde die Tumor erzeugende Wirkung in Studien belegt. Durch die geringe Größe der Fasern (>5 μm lang und <3 μm im Durchmesser) können diese tief in die Lunge eindringen, sind aber zu groß, um von den körpereigenen Abwehrmechanismen absorbiert zu werden.

Raumluftuntersuchungen diverser Fabrikate haben ergeben, dass unbeschädigte Geräte im Betrieb keine bedenklichen Belastungen verursachen. Somit ist zwar ein sofortiger Austausch nicht unbedingt erforderlich, im Interesse eines vorbeugenden Gesundheitsschutzes allerdings zu empfehlen.

Entsorgung der Nachtspeicheröfen

Um das Gewicht zu reduzieren ist es üblich, Nachtspeicheröfen zum Abtransport zu zerlegen und einzelne Teile zu entfernen. Dieser Vorgang ist bei asbesthaltigen Geräten nicht möglich ohne Asbest freizusetzen. Grundsätzlich darf der Aus– und Abbau eingebauter Nachtspeicheröfen somit nur von befugten Unternehmen (Sammler/Behandler von gefährlichen Abfällen) durchgeführt werden. Kleine, nicht zerlegte, Nachtspeicheröfen müssen an der Sammelstelle angenommen werden. Wir empfehlen Ihnen, alle Öffnungen mit festem Klebeband zuzukleben und das Gerät in fester Kunststofffolie zu verpacken.

Wir bitten Sie dies in Ihrem eigenen gesundheitlichen Interesse zu beachten!

Asbesthaltig oder nicht?

Es sollte zunächst abgeklärt werden, ob es sich um einen asbesthaltigen Nachtspeicherofen handelt. Durch Bekanntgabe von Marke und Typ können in Wien die MitarbeiterInnen der Abfallbehandlungsanlage „Rinterzelt“ (Tel.Nr.: 01 4000 DW 48866) Auskunft geben. In den anderen Bundesländern bekommen Sie diese Information bei den zuständigen AbfallberaterInnen bzw. Abfallverbänden (siehe www.yourate.at/abfallberater/bundeslaender.php), bei den Ämtern der Landesregierungen bzw. der Elektroaltgerätekoordinierungsstelle.

Je nach Gerätetyp finden Sie die Typenbezeichnung an verschiedenen Stellen der Nachtspeicheröfen:

–       rechts unter dem Lüftungsgitter, von außen ablesbar (Klebeschild)

–       nach Abschrauben des Luftaustrittsgitters links auf dem Stützfuß oder auf dem Bodenblech (Alu-Schild)

–       an der rechten Seitenwand unten, von außen ablesbar (Klebeschild)

–       in der Nähe der Kabeleinführung auf der Rückwand.

Bei Nachtspeicheröfen, auf denen keine Plakette angebracht ist, sollte das Unternehmen kontaktiert werden, welches das Gerät verbaut hat um die Marken- bzw. Typenbestimmung zu eruieren.

 

Kontakte

Ämter der österreichischen Landesregierungen

http://www.abfallwirtschaft.steiermark.at/cms/ziel/4335126/

 

„die umweltberatung“ Wien

1100 Wien, Buchengasse 77

+43 1 803 32 32

service@umweltberatung.at

www.umweltberatung.at

 

Wiener Umweltschutzabteilung (MA22)

1200 Wien, Dresdner Straße 45

+43 1 4000 73440

post@ma22.wien.gv.at

www.umweltschutz.wien.at

 

EAK Austria GmbH

1070 Wien, Mariahilfer Straße 84

+43 1 522 37 62 – 31

office@eak-austria.at

www.eak-austria.at