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Nicht-Eisen-Metalle

Herkunft der recycelten Nichteisen-Metalle

nichteisenmetalleschmelzofenktoii

Schmelzofen zur Weiterverarbeitung des wiedergewonnen Bleis (KTOII – Schmelzofen BMG-Recycling Arnoldstein)

Insgesamt werden in Österreich pro Jahr rund 15.500t Nicht-Eisen-Metalle (NE-Metalle) aus Elektroaltgeräten zurückgewonnen. Dies entspricht z.B. einer Masse von rund 2,2 Millionen Alufelgen. Nebeneinander gelegt, würden diese Alufelgen eine Strecke von Wien nach Köln bedecken.
Aus den Elektroaltgeräten wird vor allem Aluminium und Kupfer zurückgewonnen, aber auch andere Nicht-Eisen-Metalle wie Zink und Nickel und in geringen Mengen auch Edelmetalle wie Platin oder Gold. So enthält zum Beispiel eine Tonne Handyschrott mehr Gold als eine Tonne Golderz. Aus den gesammelten Batterien werden vor allem die Nicht-Eisen-Metalle Blei, Zink und Mangan recycelt.
Die folgende Grafik gibt einen Überblick, in welchen Anteilen die Nicht-Eisen-Metalle aus den fünf Sammelkategorien für Elektroaltgeräte und den beiden Sammel- und Behandlungskategorien für Batterien recycelt werden können.

Nichteisen-Metalle Masse [t] Anteil [%]
Elektrogroßgeräte 1.719 11,1
Elektrokleingeräte 2.855 18,4
Bildschirmgeräte 1.410 9,1
Gasentladungslampen 40 0,3
Kühlgeräte 777 5,0
Gerätebatterien 834 5,4
Fahrzeugbatterien 7.842 50,7
Gesamt 15.478 100,00

 

Recyclingprozesse Nicht-Eisen-Metalle

Die Fraktion Nicht-Eisen-Metalle wird aus allen fünf Sammel- und Behandlungskategorien, den Elektrogroß- und Elektrokleingeräten, Kühlgeräten, Bildschirmgeräten und Gasentladungslampen, sowie aus Fahrzeug- und Gerätebatterien zurückgewonnen. Im Zuge der Verwertung von Elektroaltgeräten werden die gesammelten Geräte dieser Kategorien zerkleinert und die Fraktion Nicht-Eisen-Metalle über Nichteisenabscheider abgetrennt. Die Zerkleineruung erfolgt in Großshreddern (siehe Elektrogroßgeräte) oder in einem Smasher oder Querstromzerspaner. Weitere Informationen zur Rückgewinnung von Nicht-Eisen-Metallen aus Batterien finden Sie unter den Punkten Gerätebatterien und Fahrzeugbatterien.

Sammelkategorien aus denen die rund 15.500t Nicht-Eisen-Metalle stammen

Die Rückgewinnung der Nicht-Eisen- Metalle aus Elektroaltgeräten (vor allem Aluminium und Kupfer) erfolgt über einen NE-Abscheider oder Wirbelstromabscheider. Das Prinzip des Wirbelstromabscheiders beruht auf dem Effekt, dass in einem Nicht-Eisen-Metall in einem magnetischen Wechselfeld eine Spannung induziert wird. Diese Spannung erzeugt einen Wirbelstrom. Der Wirbelstrom erzeugt ein dem erzeugenden Magnetfeld entgegen gesetztes Magnetfeld (Lenzsche Regel). Dadurch werden abstoßende Kräfte erzeugt, die das Nichteisenmetall aus dem Förderstrom herausschleudern. Bilder eines Wirbelstromabscheiders und eine kurze technische Erklärung finden sich z.B. auf den Homepage der Firma Steinert unter dem Punkt „Produkte“. Zusätzlich werden teilweise Schwimm – Sink Verfahren oder Röntgen – Sortiersysteme zur Abtrennung von Nichteisenmetallen verwendet.

Die Nicht-Eisen-Metalle werden als wertvolle Sekundärrohstoffe wieder verwendet. In Österreich wird Kupfer in den Montanwerken Brixlegg und Aluminium bei der AMAG in Ranshofen aus recycelten Materialien wiedergewonnen.