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Kunststoffe

Herkunft der recycelten Kunststoffe

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Anlage zum Kunststoffrecycling der Firma MBA Polymers in Amstetten

Insgesamt werden in Österreich pro Jahr rund 20.000 t Kunststoffe aus Elektroaltgeräten zurückgewonnen. Die sortenrein zurückgewonnene Masse an Kunststoffen von rund 8.000 t entspricht z.B. einer Masse von rund 1,6 Millionen einfachen Gartensesseln aus Kunststoff.
Die restlichen Kunststoffe werden thermisch verwertet. Dabei werden die vermischten Kunststoffe zu Sekundär – Brennstoffen verarbeitet. Die Energie aus den thermisch verwerteten Kunststoffen mit einer Masse von rund 12.000 t entspricht dem jährlichen Stromverbrauch von rund 18.500 Haushalten, bzw. etwa dem Bedarf der privaten Haushalte der Stadt St. Pölten.
Die folgende Grafik gibt einen Überblick, aus welchen der fünf Sammel- und Behandlungskategorien für die Sammlung von Elektroaltgeräten die recycelten Kunststoffe stammen.

Kunststoffe Masse [t] Anteil [%] 
Elektrogroßgeräte 4.967 25,4
Elektrokleingeräte 8.802 44,9
Bildschirmgeräte 3.414 17,4
Kühlgeräte 1.869 9,5
Fahrzeugbatterien 545 2,8
Gesamt 19.597 100,00

Recyclingprozesse Kunststoffe

Die Fraktion Kunststoffe wird aus den Sammel- und Behandlungskategorien Elektrogroß- und Elektrokleingeräte, Kühlgeräte und Bildschirmgeräte und aus Fahrzeugbatterien zurückgewonnen.
Im Zuge der Verwertung werden die gesammelten Geräte dieser Kategorien zerkleinert. Die Eisen- und Nicht-Eisen-Metalle werden als wertvolle Sekundärrohstoffe abgetrennt und wieder verwendet.
Aus der kunststoffreichen Restfraktion können durch den Einsatz modernster Technologien noch rund 40 % sortenreine Kunststoffe gewonnen werden (z.B. Fa. MBA Polymers, Amstetten). Diese sortenreinen Kunststoffe können wieder eingeschmolzen und zu neuen Produkten weiterverarbeitet werden.

Sammelkategorien aus denen die rund 20.000t Kunststoffe stammen

Das Kunststoff – Recycling aus Elektroaltgeräten ist deshalb so aufwendig, da in den Geräten viele verschiedene Kunststoffe vorhanden sind. Die gängigsten sind ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat), PS (Polystyrol), PE (Polyethylen), PP (Polypropylen) und PVC (Polyvinylchlorid).

Die restlichen Kunststoffe werden thermisch verwertet. Dabei werden die vermischten Kunststoffe zu Sekundär – Brennstoffen verarbeitet. Diese hochwertigen Sekundär – Brennstoffe ersetzen großteils importierte fossile Energieträger wie Kohle, Erdöl und Erdgas in industriellen Verfahren, z.B. bei der Zement- oder Faserproduktion (Video).