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Wiedergewinnung Kunststoffe

Herkunft der recycelten Kunststoffe

Insgesamt werden in Österreich pro Jahr rund 19.000 Tonnen Kunststoffe aus Elektroaltgeräten zurückgewonnen. Aus Elektroaltgeräten und zu einem kleinen Teil auch aus Batterien (vor allem Fahrzeugbatterien) können durch den Einsatz modernster, automatischer Sortiertechnologien (z.B. NIR-Nahinfrarotspektroskopie) sortenreine Kunststoffe (Fraktion Kunststoffe stofflich) als Sekundärrohstoffe wiedergewonnen werden (z.B. Firma MGG Polymers, Amstetten, siehe mgg-polymers.com).

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Diese sortenreinen Kunststoffe können wieder eingeschmolzen und zu neuen Produkten weiterverarbeitet werden. Die sortenrein zurückgewonnene Masse an Kunststoffen von rund 19.000 Tonnen entspricht z.B. einer Masse von rund 3,8 Millionen einfachen Gartenstühlen. Durch den ständig steigenden Anteil an Kunststoffen in Elektrogeräten wird das Recycling dieser Geräte immer wichtiger.

Die folgende Tabelle und Grafik gibt einen Überblick, aus welchen Sammel- und Behandlungskategorien für die Sammlung von Elektroaltgeräten und Batterien die recycelten Kunststoffe stammen.

 
Kunststoffe Masse [t] Anteil [%]
Elektrogroßgeräte 2.819 14,82
Elektrokleingeräte 10.122 53,22
Bildschirmgeräte 2.935 15,43
Kühlgeräte 2.351 12,36
Fahrzeugbatterien 794 4,17
Gesamt 19.020 100,00

Herkunft der rund 19.000 Tonnen recycelten Kunststoffe pro Jahr (Datenbasis 2017)

Herkunft der rund 19.000 Tonnen recycelten Kunststoffe pro Jahr (Datenbasis 2017)

 

Recyclingprozesse Kunststoffe

Kunststoffrecycling bei MGG Polymers in Kematen (© MGG Polymers, 2018)

Nur fünf bis zehn Prozent der Kunststoffe aus Elektroaltgeräten sind mit inzwischen verbotenen bromierten Flammschutzmitteln belastet. Diese belasteten Kunststoffe müssen aussortiert und einer thermischen Verwertung oder Behandlung zugeführt werden. Die 90 bis 95 Prozent nicht belasteten Kunststoffe aus Elektroaltgeräten können wieder dem Wertstoffkreislauf zugeführt werden.

Die Fraktion Kunststoffe wird aus den Sammel- und Behandlungskategorien Elektrogroß- und Elektrokleingeräte, Kühlgeräte und Bildschirmgeräte und aus Fahrzeugbatterien zurückgewonnen.

Im Zuge der Verwertung werden die gesammelten Geräte dieser Kategorien zerkleinert. Die Eisen- und Nicht-Eisen-Metalle werden als wertvolle Sekundärrohstoffe abgetrennt und wiederverwendet.

Aus der kunststoffreichen Restfraktion können durch den Einsatz modernster, sensorgestützter Sortiertechnologien sortenreine Kunststoffe als Sekundärrohstoffe wiedergewonnen werden (z.B. Firma MGG Polymers, Amstetten, siehe mgg-polymers.com). Diese sortenreinen Kunststoffe können wieder eingeschmolzen und zu neuen Produkten weiterverarbeitet werden.

Das Kunststoffrecycling aus Elektroaltgeräten ist deshalb so aufwendig, da in den Geräten viele verschiedene Kunststoffe vorhanden sind. Die gängigsten sind ABS (Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymerisat), PS (Polystyrol), PE (Polyethylen), PP (Polypropylen) und PVC (Polyvinylchlorid).