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Elektrokleingeräte

Allgemeines

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Sammlung der Elektrokleingeräte an kommunalen Sammelstellen

In der Sammel- und Behandlungskategorie Elektrokleingeräte mit einer Kantenlänge von kleiner 50cm sind vor allem folgende Geräte vorhanden:

  • Haushaltsgeräte klein: Bügeleisen, Mixer, Föhn, Staubsauger, Heizlüfter, etc.
  • IT & T – Geräte: PCs, Drucker, Scanner, Telefone, Handys, Fax, etc.
  • Radiogeräte, Hifi-Geräte, Beleuchtungskörper, Werkzeuge, Spiel- Sport und Freizeitgeräte, Medizinische Geräte.
Elektrokleingeräte Masse [t] Anteil [%]
Eisen-Metalle 12.132 51,0
Nicht-Eisen-Metalle 2.855 12,0
Kunststoffe 8.802 37,0
Gesamt 23.789 100,00

Wiedergewinnung von Rohstoffen

Elektrokleingeräte bestehen vor allem aus Eisen- und Nicht-Eisen-Metalle (Fe- und NE- Metallen) und Kunststoffe (KST). Die Recyclingprozesse zur Wiedergewinnung der einzelnen Fraktionen werden unter den jeweiligen Punkten beschrieben.
Nach der Schadstoffentfrachtung werden die Elektrokleingeräte entweder in Demontagebetrieben händisch demontiert, wobei einzelne Fraktionen (z.B. Metalle, KST- Gehäuse) bereits sortenrein anfallen, oder in Behandlungsanlagen teilweise weiter zerkleinert und in die einzelnen Outputfraktionen getrennt. Manche Bauteile, die im Demontagebetrieb nicht sortenrein getrennt werden können, werden an die Behandlungsanlagen zur mechanischen Aufarbeitung (Querstromzerspaner, Smasher) weitergeleitet.

Schadstoffentfrachtung

Outputfraktionen bei der Verwertung von Elektrokleingeräten

Elektrokleingeräte werden in Österreich derzeit entweder bei Demontagebetrieben oder in speziellen Behandlungsanlagen schadstoffentfrachtet und behandelt.
Dabei müssen alle Bauteile, die gefährliche Substanzen enthalten oder enthalten könnten, entfernt werden. Aus allen Geräten werden Kondensatoren, Quecksilberschalter, Leiterplatten und Batterien entfernt. Asbesthaltige Geräte (Heizgeräte, alte Bügeleisen) werden abgetrennt und an spezielle, ausdrücklich für die Behandlung asbesthaltiger Geräte befugte Behandlungsunternehmen weitergeleitet. Die Demontage muss von geschultem Fachpersonal durchgeführt werden, das genau über das Vorkommen und die Lage der gefährlichen Bauteile und Substanzen in den Geräten informiert ist.
Bei den Demontagebetrieben erfolgt dies großteils händisch durch Zerlegen der Geräte und dem Ausbau der gefährlichen Bauteile und Substanzen. Diese Tätigkeiten erfolgen in Österreich häufig auch im Rahmen von Sozialprojekten (z.B. D.R.Z. Wien).
Bei den Behandlungsanlagen (z.B. EAR Höpperger in Tirol, Müller-Guttenbrunn in Amstetten) werden die Geräte in speziellen Anlagen (z.B. Querstromzerspaner, www.mewa-recycling.de oder Smasher, www.mueller-guttenbrunn.at) in deren Einzelbauteile aufgetrennt. Durch die schonende Auftrennung soll gewährleistet werden, dass die gefährlichen Bauteile (z.B. Batterien, Kondensatoren) nicht beschädigt werden und im Anschluss manuell aussortiert werden können.
Die gefährlichen Bauteile und Substanzen müssen gesondert gelagert und behandelt werden, um zu gewährleisten, dass keine gesundheits- oder umweltgefährdenden Stoffe freigesetzt werden. Bei ordnungsgemäßer Behandlung in Behandlungsanlagen für Gefährliche Abfälle kann eine Gesundheits- und Umweltgefährdung weitgehend ausgeschlossen werden.